Berufswunsch Fotograf

Wege zum Traumjob


Landschaftsfoto, Feld mit Gewitter

Fotografie ist heute allgegenwärtig. Es ist noch gar nicht so lange her, dass eine Kamera nicht nur recht schwer und unhandlich, sondern auch ziemlich teuer war. Früher wurde deshalb eigentlich nur bei besonderen Anlässen fotografiert und das auch nur von wenigen Leuten. Heute ist das anders. Smartphones, Drohnen und Kompaktkameras erlauben es jeden, immer und überall Bilder zu machen und weil dabei auch immer mal ein wirklich gelungenes Foto herauskommt, entsteht in so manch einem Hobbyknipser der Wunsch, Berufsfotograf zu werden. Der Weg dahin ist machbar, aber nicht immer ganz einfach.

Traumberuf Fotograf?

Bildschöne Models fotografieren oder exotische Locations, einzigartige Landschaften oder hochkarätige Events, die man in der ganzen Welt verfolgt. So oder so ähnlich kann das Leben als Berufsfotograf aussehen. Allerdings nur für eine Handvoll von Leuten. Klar, einige haben wirklich den Traumberuf Fotograf und konnten sich einen großen Namen machen, aber man sieht eben nicht die vielen Menschen mit Berufswunsch Fotograf, die am Ende Taxifahrer oder Pizzabäcker geworden sind. Davon aber darf man sich nicht von seinem Traum abbringen lassen. Auch ohne berühmt zu werden, kann man als professioneller Fotograf ein gutes Auskommen haben und beruflich das tun, was man gerne tut. Hauptberufliche Fotografen sind in der Regel selbständig tätig und damit sozusagen ihr eigener Chef. Das hat zwar auch seine Fallstricke, ist aber für viele erstrebenswert. Um das zu erreichen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die wichtigste Voraussetzung aber ist immer, dass man fotografieren lernen muss, denn gute Fotos sind meist das Ergebnis von Training und Erfahrung. Als Fotograf hört man nie so richtig mit dem Lernen auf und man sollte auch nie damit aufhören, den Blick für das gute Foto zu trainieren.

Ausbildung im Fotostudio

Der Weg über eine Ausbildung in einem Fachbetrieb ist eine Möglichkeit, um hauptberuflich als Fotograf tätig zu werden. Das ist sozusagen die handwerkliche Herangehensweise an den Beruf. In der dreijährigen Ausbildung, für die zumeist ein Realschulabschluss als Voraussetzung gilt, lernt man viele technische und theoretische Grundlagen. Dazu gehört zum Beispiel das Wissen über Belichtungszeiten, Kameratypen, Einstellungen und Formate. Wenn die Ausbildung abgeschlossen wurde, besteht noch die Möglichkeit, einen Meistertitel zu erlangen. Eine Ausbildung zum Fotografen ist vor allem dann ein guter Weg, wenn man als Berufsfotograf später mal im eigenen Studio arbeiten und in erster Linie klassische Porträtfotos erstellen möchte. Das jedoch ist nur ein Teilgebiet der Fotografie und auch das technische Fachwissen ersetzt natürlich nicht die Notwendigkeit, auch das eigentliche Fotografieren lernen zu müssen. Auch als ausgebildeter Fotograf ist es immer ratsam, sich auch mit der künstlerischen Seite der Fotografie zu beschäftigen. Dies vor allem, weil die Kunden zum Beispiel bei Familienaufnahmen oder bei der Hochzeitsfotografie zunehmend an kreativen Lösungen interessiert sind und man als Betreiber eines Fotostudios möglichst viele Varianten der Fotografie beherrschen sollte, um ein stabiles Einkommen generieren zu können. Ausgebildete Fotografen verdienen ihr Geld meist mit der Studiofotografie oder mit Eventfotos sowie mit dem einen oder anderen Auftrag aus dem Bereich Werbung und Marketing. Auf diese Weise lässt sich normalerweise ein konstantes, mittleres Einkommen erzielen, wobei man natürlich als selbständiger Inhaber eines Fotostudios auch viele Kosten zu bewältigen hat.

Winterlandschaft
Fotograf bei der Arbeit

Der Weg über das Fotografiestudium

Wo die Ausbildung in einem Fachbetrieb eher die handwerkliche Herangehensweise an die Fotografie darstellt, da steht ein Studium eher für die künstlerische Annäherung, auch wenn ein Studium natürlich auch theoretische Elemente und die Vermittlung der nötigen Sachkunde beinhaltet. Es gibt eine Reihe von Hochschulen in Deutschland und im Ausland, die ein Fotografiestudium anbieten, wobei unterschiedliche Schwerpunkte gelegt werden. Allen Angeboten gemein ist aber, dass man versucht, eine möglichst große Bandbreite der Fotografie abzubilden, von der Porträt- bis zur Landschaftsfotografie und von der Modefotografie bis zur Architekturfotografie. Mitunter finden Informationsveranstaltungen für diese Studiengänge statt, die man sich als Interessent nicht entgehen lassen sollte, um einen Eindruck von dem zu bekommen, was im Studium thematisiert wird. Ebenso ist es so gut wie allen Studiengängen gemein, dass sie mehr Interessenten als Plätze haben. Bei der Vergabe der begehrten Plätze treffen die Hochschulen daher oft schon bei der Bewerbung eine Vorauswahl und wer bei dieser Gelegenheit mit seinen Fotos schon zeigen kann, dass der gute Blick für das Motiv und ein Verständnis für Bildkomposition vorhanden sind, hat sicher bessere Karten.

Fotogruppe  bei der Arbeit
Fotogruppe beim gemeinsamen Lernen

Im Gegensatz zur Ausbildung wird so ein Studium natürlich nicht bezahlt. Man muss also neben dem Studium auch noch einiges an Zeit für das Geldverdienen einplanen, während man in der Ausbildung schon ein paar hundert Euro im Monat einstreichen kann. Auch nach dem Abschluss des Studiums ist dann leider kein anhaltender Geldsegen garantiert. Zwar hat man auf Grund der Fachkenntnisse in vielen Teilgebieten Chancen, einen Job zum Beispiel in einer Design- oder Werbeagentur zu ergattern, doch oftmals sind Absolventen von Fotografie-Studiengängen hinterher selbständig tätig. Möglichkeit bestehen zum Beispiel in der Reisefotografie, in der Architekturfotografie, in der Werbung oder in der Modefotografie, doch die Konkurrenz ist oft groß und die Verdienstmöglichkeiten nicht immer besonders hoch. Wer es jedoch schafft, das Wissen aus dem Studium mit einem Talent für eindrucksvolle Bildkompositionen und dem Auge für das gute Foto zu kombinieren, hat vielleicht die Gelegenheit, sich einen Namen zu machen - und hat dann sicherlich seinen Traumberuf gefunden.

Selbst zum Profi entwickeln

Die Fotografie ist eines der Gebiete, auf denen man sich selbst immer weiter verbessern und es auf diesem Weg sogar irgendwann zum Profi bringen kann. Denn so wichtig es ist, sich mit Belichtung und Fokussierung und Verschlusszeiten auszukennen, so wenig kann dieses theoretische Wissen doch den Blick dafür ersetzen, wo sich ein gutes Foto ergeben könnte. Die Begeisterung für das Fotografieren und die Bereitschaft, sich mit der Fotografie auseinanderzusetzen, können schon viel von dem theoretischen Wissen ersetzen und der Rest davon ergibt sich oft zum größten Teil aus der praktischen Beschäftigung mit der Kamera. Stichwort Kamera: Man muss nicht mit den besten und teuersten Geräten anfangen. Um herauszufinden, ob man das Talent hat, um die Fotografie beruflich zu betreiben, reicht eine erweiterte Grundausrüstung erst einmal aus. Wer die Fotografie zunächst als Hobby betreibt und sich schrittweise weiterentwickelt, hat vielleicht damit schon eine Chance, etwas Geld zu verdienen. Dabei kann man dann auch erkennen, ob die Berufsfotografie ein Weg ist, den man weiter verfolgen möchte oder ob es doch ein Hobby bleiben sollte.

Küstenlandschaft mit Felsen

Rausgehen und es einfach mal versuchen

Bei vielen Hobby-Fotografen herrscht die Meinung vor, dass man eine andere Umgebung benötigt, um die eigenen Fähigkeiten an der Kamera zu verbessern. Das stimmt aber nicht. Auch in der alltäglichen Umgebung gibt es viele lohnende Motive. Den prächtigen Baum, der kleine Bach oder die alte Kirche in der Nachbarschaft zum Beispiel lassen sich in aller Ruhe mit unterschiedlichen Einstellungen und aus einer Reihe verschiedener Perspektiven fotografieren. So kann man nach und nach herausfinden, welche Voraussetzungen das stimmungsvollste und stärkste Foto ergeben. Tatsächlich ist es vor allem das Fotografieren selbst, was einen Fotografen besser werden lässt.

Fotoworkshops liefern wertvolle Tipps

In so gut wie jeder größeren und kleineren Stadt finden regelmäßig Fotoworkshops statt, die von echten Profis geleitet werden. Dabei lernt man viel Wissenswertes über die Optionen der Kamera, über die Rolle des Lichts und die Bedeutung der guten Motivwahl. Auch die Bildbearbeitung ist oft ein wichtiger Bestandteil solcher Workshops. Diese sind aber nicht nur ein guter Weg, um die eigene Kamera besser kennenzulernen, fachliche Tipps und die eine oder andere Inspiration mitzunehmen, sondern auch, um mit einem ins Gespräch zu kommen, der den Weg zum Profi-Fotografen bereits hinter sich gebracht hat. Auch in einer Ausbildung lernt man ja von denen, die es richtig gut können und so gibt es auch in einem Fotoworkshop spannende Einblicke in die professionelle Fotografie - und vielleicht eine Antwort auf die Frage, ob es sich lohnt, den Berufswunsch Fotograf weiter zu verfolgen.

Lernen in der Gruppe, Ausbildung zum Fotografen
Fotografieren lernen im Team im Rahmen eines Workshops

Lesen, anschauen, selbst versuchen

Selbst die besten Fotografen schauen sich ab und zu mal was von anderen ab und auch für Einsteiger und angehende Profis ist das ein gutes Rezept. Auf den Webseiten von Fotografen, auf Online-Plattformen wie 500px oder Instagram und auf anderen themenbezogenen Internetseiten kann man viele Eindrücke gewinnen. Darüber hinaus gibt es eine ganze Menge Fachliteratur, die dabei helfen kann, bestimmte Aspekte der Kunst der Fotografie besser zu verstehen. Wichtig ist, dass man sich immer wieder mit dem Thema beschäftigt und vor allem, dass man den Mut hat, auch mal selbst etwas zu versuchen. Das Schöne an der Digitalfotografie ist ja, dass man die Bilder nicht erst umständlich entwickeln muss, um zu erkennen, was gut ist und was eher nicht. Wer sich für das Berufsbild interessiert, sollte sich vielen verschiedenen Seiten Tipps und Inspirationen holen und sich auf jeden Fall auch mal an Gebiete der Fotografie herantrauen, mit denen man noch nicht so vertraut ist.

Lernen mit Spaß auf Fotoreisen

Das ist wahrscheinlich die beste und gleichzeitig auch die unterhaltsamste Methode um zu überprüfen, ob man wirklich ein professioneller Fotograf werden möchte. Eine Fotoreise ist eine hervorragende Gelegenheit, um sich mal ein paar Tage lange voll und ganz der Fotografie zu widmen, um auszuprobieren und um sich mit anderen auszutauschen. In der fremden Umgebung macht es besonders Spaß, mit der Kamera mal etwas auszuprobieren und beim Gespräch mit Gleichgesinnten entstehen immer neue Inspirationen und gute Ideen, wie man das eigene Fotografie-Talent noch weiter entwickeln kann. Zusätzlich hilft natürlich die Expertise des Workshop-Leiters ungemein weiter. Dieser wird nicht nur Tipps und Tricks parat haben, um die technischen Feinheiten der eigenen Fotos noch besser hinzubekommen, sondern hat natürlich auch viel Zeit, um von seinen eigenen Erfahrungen als Profi-Fotograf zu erzählen. Wer sich umfassend mit dem Berufsbild eines Fotografen beschäftigen möchte, bekommt bei einer Fotoreise einen guten Vorgeschmack und kann nebenbei noch viel dafür tun, am eigenen Können weiterzuarbeiten.

Link zur Fotoreise Färöer
Link zur Fotoreise Bretagne
Link zur Fotoreise Wales
Link zur Fotoreise Schottland - Isle of Skye