FOTOWORKSHOPS FÜR einsteiger und fotoreisen für Anfänger


Fotografieren für Anfänger, Fotografieren für Einsteiger, Sebastian Kaps

Anfänger sind herzlich willkommen

Liebe Foto-Anfänger, ihr habt euch für ein wunderbares und spannendes Hobby entschieden. Eure neue Kamera liegt vielleicht noch verpackt vor euch. Aufgeregt öffnet ihr den Karton, nehmt vorsichtig die Kamera aus der Packung und findet daneben noch ein paar Kabel und eine dicke Gebrauchsanweisung. Nachdem ihr eure neue Kamera mit Stolz (immerhin fehlen jetzt einige Euros auf euerm Konto...) in der Hand gehalten habt, blättert ihr die 400-seitige Anleitung durch und bekommt einen Schreck. Ihr wolltet beeindruckende Fotos machen, aber kein tagelanges Studium auf euch nehmen. Die Frage stellt sich: Muss ich das wirklich alles wissen, was in diesem kleinen Buch drin steht?
Die Antwort ist jein...
Natürlich ist ein gewisses technisches Verständnis und das Einhalten einiger fotografischer Regeln von Vorteil, wenn nicht sogar Voraussetzung, für das Aufnehmen von Fotografien,
die ausdrucksstark sind und die anderen Menschen dann in Erinnerung bleiben.

Fraglich ist nur, hilft mir dabei diese dicke Gebrauchsanweisung wirklich, oder ist es nicht einfacher einen Fotoworkshops zu besuchen oder an einer Fotoreise teilzunehmen. Was die kleinen Knöpfchen an eurer Kamera zu bedeuten haben, lernt ihr relativ schnell. Was ihr so einfach aber nicht lernt, ist Sehen. Es ist noch kein Fotograf berühmt geworden, weil er mit einer bestimmten Kameramarke fotografiert hat oder weil er einen bestimmten Knopf an seiner Kamera immer richtig eingestellt hat. Nein - er konnte sehen.

Ich weiß, dass sich Referenten mancher Fotoworkshops stundenlang mit der Theorie beschäftigen und irgendwelche Kameratechnik bis ins letzte Detail erklären. Da wird über die Bedeutung der Hyperfokaldistanz (bitte was?) und über die Lichtstärke von Objektiven philosophiert.

Vergesst das. Bei meinen Fotoworkshops wird von Anfang an fotografiert. Theoretische Dinge werden persönlich mit jedem Teilnehmer einzeln oder eben auch in der Gruppe besprochen. Ich gehe mit euch, an die Stellen in der Landschaft, wo ihr Sehen lernen könnt. Ganz egal ob ihr Anfänger seid oder ob ihr schon erste Erfahrungen mit eurer Kamera gemacht habt, wichtig ist die Praxis! Die Theorie begreift man leichter an der konkreten Aufgabe. Und nicht alles, was Kameras heute können, braucht ihr wirklich, um ein gutes Foto zu machen. An Fotoapparaten vergangener Zeiten hatte man eine Einstellungsmöglichkeit für die Belichtungszeit und eine für die Blende. Das war's...
Und was gibt es für beeindruckende alte Fotografien, die uns heute noch begeistern.
Ich werde immer wieder von Menschen angerufen, die mich fragen, ob meine Fotoworkshops für sie nicht zu schwer sind. Sie haben Angst, dass sie sich blamieren oder die Inhalte der Workshops nicht verstehen oder weil sie nur eine einfache Kamera haben. Ich erkläre ihnen dann, dass es völlig unwichtig ist, wieviel sie schon fotografiert haben und wieviel theoretisches Wissen sie sich vorher schon angeeignet haben.

An meinen Fotoreisen und Fotoworkshops können Einsteiger und Fortgeschrittene gleichermaßen teilnehmen. Außerdem macht der Austausch untereinander auch Spaß. Schließlich haben wir das selbe Hobby und damit das selbe Ziel.
Fehl am Platze bei mir sind die Technik-Freaks. So richtig kenne ich eigentlich nur meine eigene Kamera. Ich will nicht darüber diskutieren, ob die Nikon Y25, die Canon X86 oder die Sony Z32 die besseren Bilder macht. All das ist völlig uninteressant.

Bei meinen Fotoreisen oder Workshops wird fotografiert. Ich möchte, dass ihr alle mit Bildern nach Hause kommt, die sich sehen lassen können. Und ihr sollt Freude am Fotografieren haben.
Ein weiterer wichtiger Punkt in meinen Workshops ist die Bildbearbeitung. Wie oft höre ich diesen Satz: "Ach, das ist doch alles im PhotoShop gemacht". Diese Leute wissen eigentlich nicht wirklich, wovon sie reden. Selbst zumeist unfähig zu einer kreativen Leistung, kritisieren sie die beeindruckenden Bilder mancher Fotografen, um selbst den Eindruck zu vermitteln, sie verstünden etwas von Fotografie.
Die digitale Bildbearbeitung von heute ist dagegen lediglich die logische Weiterentwicklung der analogen Dunkelkammertechnik früherer Zeiten. Durch die Wahl eines bestimmten Filmes sowie durch die Verwendung eines bestimmten Fotopapieres (mit ausdrucken war damals nichts :-) haben wir Fotografen damals die Tonwertverteilung im Bild beeinflusst. In der Dunkelkammer wurde nachbelichtet oder partiell abgewedelt, um die Lichtmenge an bestimmten Stellen des Fotopapieres zu vergrößern oder zu verringern. Außerdem gab es, gerade in der Schwarz-Weiß-Fotografie, verschiedene Entwickler, um das Bildergebnis in die gewünschte Richtung zu lenken. Und selbst bei der Aufnahme haben wir mit verschiedenen farbigen Filtern die unterschiedlichen Grautöne des Bildes beeinflusst.

Wir Fotografen haben schon immer versucht, mehr zu tun, als einfach nur ein Bild aufzunehmen.

Fotografie heißt mit Licht schreiben (oder malen).

Um eine Fotografie entstehen zu lassen, die den Betrachter fesselt, braucht es natürlich mehr als PhotoShop oder Lightroom. Ein langweiliges Foto wird auch durch eine dreistündige Bildbearbeitung nicht wirklich besser. Aber ein gutes Bild wird durch eine vernünftige Bearbeitung perfekt. Der Computer mit seinen Bearbeitungsprogrammen, egal wie sie heißen, ist nichts weiter als ein Werkzeug. Ohne diese Werkzeuge verschenken wir eine wunderbare Möglichkeit, unsere Fotos in der Qualität zu zeigen, die der Betrachter heute erwarten kann.

Übrigens, wenn ihr eure Bilder nicht bearbeitet und im JPG-Format fotografiert, überlasst ihr es dem kleinen Computer in eurer Kamera, die Fotos nach Vorgaben des Herstellers intern zu bearbeiten.

Dagegen bietet die Nutzung des RAW-Formates sowie die anschließende Bearbeitung eine Möglichkeit, die aufgenommenen Fotos in die Lichtstimmung zu versetzen, die wir bei der Aufnahme des Fotos auch hatten. Wir stellen also nur das Abbild der Realität wieder her. Das funktioniert eben nicht bei Nutzung des JPG-Formates. Hier werden Schatten zu dunkel oder Lichter zu hell.

Der Laie wundert sich dann beim Betrachten seiner Fotos und meint, dass es doch im Original viel (!) schöner ausgesehen habe, als auf dem Foto. Mit der Verwendung einer Bildbearbeitungssoftware bleibt einem diese Enttäuschung in den meisten Fällen erspart.

Und wie das recht einfach zu erlernen und zu verstehen ist, erfahrt ihr in meinen Workshops. Natürlich ist man nach einem Wochenende noch nicht perfekt. Aber ihr werdet sehen, dass ihr schon mit wenig Kenntnissen eine große Wirkung erzielen könnt.

In diesem Sinne - nehmt eure Kamera und kommt einfach mit.